BÄK- Liste  über Abtreibungsärzte freigeschaltet –  Forderungen zur Streichung des §219a lassen nicht lange auf sich warten

Susanne Wenzel, Pressesprecherin der Christdemokraten für das Leben (CDL) kommentiert die ersten Reaktionen der Abtreibungslobby wie folgt:

„Entsprechend der Neuregelung des § 219a Strafgesetzbuch (StGB) über das Werbeverbot für Abtreibungen hat die Bundesärztekammer (BÄK) im Juli erstmals im Internet ein bundesweites Verzeichnis von Abtreibungseinrichtungen veröffentlicht. Da sich bislang nur 90 Ärzte in diese Liste haben eintragen lassen, fordern Abtreibungsbefürworter nun erhebliche Nachbesserungen bzw. erneut den Wegfall des §219a StGB. Nach wie vor wird behauptet, dass Frauen im Schwangerschaftskonflikt keine ausreichenden Informationen über Abtreibungseinrichtungen in ihrer Nähe erhalten würden.

Doch die Zahlen sprechen eine andere Sprache: Seit über 45 Jahren ist die Abtreibung in Deutschland faktisch straffrei, wie seitdem insgesamt 6 Millionen staatlich (also ohne Dunkelziffer) gemeldete Abtreibungen belegen. Und auch die Zahlen des Statistischen Bundesamtes für das 1. Quartal 2019 belegen nach wie vor hohe Abtreibungszahlen: Im genannten Zeitraum wurden in 1.135 Abtreibungseinrichtungen (Praxen und Kliniken), in denen zum Teil mehrere Ärzte tätig sind, offiziell 26.000 vorgeburtliche Kindstötungen gemeldet. Angesichts dieser Zahlen, hinter denen sich ja die bewusste Beendigung von Menschenleben verbergen, von einem Informationsdefizit zu sprechen, ist bestenfalls zynisch. Es bedurfte vielmehr des unermüdlichen Einsatzes der Abtreibungs-Lobby und ihrer Unterstützer, um der Öffentlichkeit die Mär eines Informationsdefizits als wahr zu verkaufen.

Jede gynäkologische Praxis – auch die, in denen keine Abtreibungen durchgeführt werden – informiert die Patientinnen selbstverständlich über Abtreibungsmethoden. Auch in den Tag und Nacht erreichbaren staatlich anerkannten 1.600 Beratungsstellen erhalten die Frauen ausführliche Informationen. Und ausgerechnet in Zeiten des intensiven Internet-Konsums, in dem alle Abtreibungsmethoden mehr als ausführlich auf tausenden von Webseiten zu finden sind, von einem Informationsdefizit zu sprechen, entbehrt jeder Grundlage.

Dennoch wird nun angesichts der bisher „nur“ 90 Praxen, die sich in die BÄK-Liste haben eintragen lassen, bereits ein neues Märchen aufgetischt, mit dem offensichtlichen Ziel,  Abtreibungen noch weiter zu erleichtern und zu bagatellisieren. Mit verlogener Larmoyanz wird von mangelnder Versorgungssicherheit gesprochen, nur weil bisher viele Ärzte, die ihr Abtreibungs-Angebot nicht öffentlich machen, vorziehen dies nicht zu melden. Angst vor „Angriffen“ von Abtreibungsgegnern wird dazu zwar angegeben, erscheint aber ebenfalls absurd.

Viel mehr wissen die entsprechenden Abtreibungsärzte sehr wohl, dass viele Frauen, die bei ihnen Geburts-Fürsorge suchen und die einen unerfüllten Kinderwunsch haben abgestoßen sein könnten, wenn bekannt würde, dass auch Abtreibungen in dieser Praxis zum Geschäftsmodell gehören und hier regelmäßig vorgeburtliche Kindstötungen durchgeführt werden.

 Nicht die Abtreibungsgegner, die friedlich von ihrem Recht auf Meinungsäußerung im Interesse des Lebensschutzes Gebrauch machen, sind das Problem. Die Gewalt geht vielmehr von denen aus, die vehement dafür eintreten, dass das Leben des ungeborenen Kindes jederzeit beendet werden kann. Wer jemals an den friedlichen Kundgebungen von Abtreibungskritikern teilgenommen haben sollte, wird dies bestätigen können. Kritik an der Abtreibungspraxis ist in einem freien Rechtsstaat und in einer Demokratie erlaubt und notwendig, wenn das Recht auf Leben nicht ein bloßes Lippenbekenntnis sein soll.

Abtreibungsärzte haben ökonomische Interessen haben und sind keine geeigneten Berater für eine schwangere Frau in Konfliktsituationen. Nicht umsonst sieht die deutsche Rechtslage den Besuch einer unabhängigen Beratungsstelle vor, um der betroffenen Frau Hilfe in Konfliktsituationen anzubieten. Dass ein Abtreibungsarzt, der zwischen 360 bis 800 Euro pro Abtreibung zusätzlich einnehmen kann, ein ungeeigneter Berater ist, dürfte sich aufgrund dieser Interessenlage jedem erschließen.

Ferner wird das umfängliche Angebot an Abtreibungspraxen in Deutschland zunehmend ergänzt durch die im Internet ohne Weiteres zu bestellende Abtreibungs-Pille Mifegyne, die inzwischen 26% der offiziell gemeldeten Abtreibungen ausmacht. Da diese Abtreibungsmethode keineswegs den Besuch einer Arztpraxis notwendig macht, wächst hier eine neue Gefahr für das ungeborene Leben heran. Der Gesundheitsminister sollte hierauf seine Aufmerksamkeit richten und nicht etwa auf die Erweiterung der – staatlich befürworteten – Werbeliste von Abtreibungsärzten.“

Pressemitteilung
Nordwalde, den 7.8.2019

Odila Carbanje
Stellv. Bundesvorsitzende

Christdemokraten für das Leben e.V.
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48356 Nordwalde b. Münster

Tel.: 0 25 73 – 97 99 391
Fax: 0 25 73 – 97 99 392

E-Mail: info@cdl-online.de
Internet: www.cdl-online.de

25.07.2019

Der diesjährige „Marsch für das Leben“  findet am 21.09.2019 in Berlin statt. Der Familienbund der Katholiken im Bistum Augsburg unterstützt diesen Marsch und ruft zur Teilnahme auf. Da es aber auch Interessierte gibt, die nicht nach Berlin reisen und am „Marsch für das Leben“ teilnehmen können, hat der Familienbund im Bistum Augsburg auf seiner letzten Mitgliederversammlung beschlossen, den „Marsch für das Leben“, seine Teilnehmer und seine Anliegen im Gebet zu begleiten.

Aus den bisherigen Rückmeldungen von Familienbundsmitgliedern ergibt sich, dass sich dafür in etlichen Pfarreien am 21.09. kleine Gebetsgruppen bilden werden, um gleichzeitig mit vielen anderen in der Diözese zu beten. Dabei kommt es nicht auf die Zahl der Beter an, sondern darauf, dass wir uns in der Pfarrkirche oder auch zuhause in diesem Anliegen versammeln getreu dem Motto „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“. Es gibt Pfarreien, die die Andacht vor dem ausgesetzten Allerheiligsten halten wollen und Zeiten der stillen Anbetung mit einplanen.

Der „Marsch für das Leben“ ist überkonfessionell und überparteiisch. Dementsprechend gibt es auch schon Rückmeldungen aus ökumenischen Gebetskreisen. Alle, denen die Anliegen des „Marsches für das Leben“ am Herzen liegen, sind zum Mitbeten ganz herzlich eingeladen. Bitte überlegen Sie, ob nicht auch in Ihrer Pfarrei am 21.09. der „Marsch für das Leben“ im Gebet unterstützt werden kann, und werden Sie aktiv. Geben Sie bitte diese Mail an Ihre Pfarrgemeinderäte und andere weiter, sprechen Sie mit Ihrem Pfarrer und bitten Sie Gebetskreise, die in Ihrer Pfarrei schon vorhanden sind, um Unterstützung und Mitwirkung.

Das Gebet wird in den meisten Pfarreien, ebenso wie der „Marsch für das Leben“, um ca. 14 Uhr beginnen, so dass wir den Schweigemarsch direkt begleiten können. Aber auch, wenn Sie eine andere Uhrzeit wählen müssen, seien Sie trotzdem dabei!

Wir haben Gebetstexte, Fürbitten und Impulse zusammengestellt, die Sie für die Gebetsstunde verwenden können – Sie finden sie hier:

Die vorbereitete Andacht dauert zwischen 30 und 40 Minuten; darin inbegriffen ist das Vorlesen eines Abschnitts aus der Predigt von Bischof Voderholzer, der sehr bemerkenswerte Gedanken in seiner Predigt festgehalten hat. Hier müssten Sie sich den passenden Ausschnitt selbst aussuchen.

Lieder und Texte sind selbstverständlich nur Vorschläge und können jederzeit ausgetauscht werden.

Bitte beten auch Sie in Ihrer Pfarrei mit. Und wir freuen uns, wenn Sie uns eine Rückmeldung geben, damit wir auf unserer Internetseite Ort und Zeit veröffentlichen können.

Beate Dieterle
Geschäftsführerin                                              

FAMILIENBUND DER KATHOLIKEN
IM BISTUM AUGSBURG
Kappelberg 1, 86150 Augsburg
Telefon: 0821 3166-8851 od. -8852
Telefax: 0821 3166-8859
E-Mail: familienbund@bistum-augsburg.de
Homepage: www.familienbund.bistum-augsburg.de