BERLIN. Mehrere tausend Teilnehmer sind auch in diesem Jahr dem Aufruf zum „Marsch für das Leben“ gefolgt, um in Berlin für den Schutz ungeborenenen Lebens zu demonstrieren. Laut Polizei beteiligten sich gut 7.000 Lebensschützer an dem Schweigemarsch des Bundesverbands Lebensrecht unter dem Motto „Ja zu jedem Kind“ in der Hauptstadt, darunter auch viele junge Teilnehmer. Begleitet wurden sie dabei von Beschimpfungen und Protesten radikaler Feministen sowie Vertreteren der Homo-Lobby.

Ursprünglich hatte der Marsch für das Leben vor dem Kanzleramt beginnen sollen, mußte aber wegen Vorbereitungen zu den Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit auf den Washingtonplatz vor dem Hauptbahnhof verlegt werden. Hier war die Polizei zu Beginn jedoch nur mit einzelnen Beamten im Einsatz und gegenüber den linksradikalen Gegendemonstranten stark in der Unterzahl.

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Auf Grund der aktuellen Berichterstattung veröffentlichen wir hier eine kurze Stellungnahme des Bundesverbands Lebensrechts.

Der BVL legt allergrößten Wert auf die Feststellung, dass es sich beim Marsch für das Leben um eine überparteiliche, überkonfessionelle Veranstaltung handelt. Welches Parteibuch und welche Konfession die Teilnehmer des Marschs haben, wird von uns nicht überprüft. Jede einzelne Person, die sich für das Lebensrecht einsetzen möchte, ist herzlich eingeladen, dies mit uns gemeinsam zu tun.

Im Unterschied zu den gewaltbereiten Gegendemonstranten distanzieren wir uns von Aggression und Hassrede. Ob die Gegendemonstranten, die uns mit unglaublicher verbaler Aggressivität verfolgt haben und den erheblichen Polizeischutz erforderlich gemacht haben, zu der Gruppe Demonstranten gehörten, die von den Grünen, Linken und der SPD unterstützt wurden, konnten wir nicht überprüfen.

„Gott ist ein Freund des Lebens! – Die Landesbischöfe Dr. Frank Otfried July (Würtenberg) und Dr. Carsten Rentzing (Sachsen) veröffentlichen gemeinsames Grußwort zum Marsch für das Leben.

Gott ist ein Freund des Lebens – das wollen wir als Christinnen und Christen in unserem Land, in verschiedenen Bereichen unserer Gesellschaft, immer wieder deutlich machen. Im Glauben an den Gott, der ein Freund des Lebens ist, sehen wir uns in Verantwortung, für ein kinderfreundliches Klima in unserer Gesellschaft zu sorgen. Wir haben Verantwortung dafür, dass Kinder nicht als Einschränkung und Schaden für das eigene Leben betrachtet werden, sondern als Schatz und Segen, als geliebte und gewollte Geschöpfe Gottes.“

Das vollständige Grußwort von Dr. Frank Otfried July (Würtenberg) können Sie hier nachlesen.

Das vollständige Grußwort von Dr. Carsten Rentzing (Sachsen) können Sie hier nachlesen.

Wir grüßen in Dankbarkeit alle Teilnehmer am Berliner Marsch für das Leben 2018 und sagen den Veranstaltern ein herzliches Vergelt’s Gott! Mit ganzem Herzen wollen wir zusammen einstehen für die Kultur des Lebens. Deutschland braucht dazu dringend den gemeinsamen Einsatz aller Menschen guten Willens.“

Das vollständige Grußwort können Sie hier nachlesen.

Grußwort des Vorsitzenden der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Volker Kauder MdB, anlässlich des 14. Marsch für das Leben des Bundesverbandes Lebensrecht e. V. am 22. September 2018

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir leben in einer Zeit, in der jeder gefordert ist, sichtbar, ruhig und sachlich für unsere Werte einzustehen. Die Werte unserer freiheitlichen Demokratie, das Gewaltmonopol des Staates, die Art und Weise unseres Zusammenlebens und der Umgang miteinander sind von verschiedenen Seiten herausgefordert.

Sie, liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer des „Marsch für das Leben“, bewegen sich zum nunmehr 14. Mal sichtbar und mit einer einfachen und unmissverständlichen Aussage durch die Mitte Berlins: den Schutz des menschlichen Lebens vom Anfang bis zum Ende. Im Namen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion sende ich Ihnen herzliche Grüße und danke Ihnen für dieses friedliche Zeichen, das zugleich Mut und Unterstützung für Eltern, Familien und Pflegende ist, die Menschen in all ihren Facetten annehmen und mit ihnen und für sie leben.

Sie wenden sich mit Ihrem öffentlichen Einsatz gegen niemanden, sondern treten für das Leben ein. Sie setzen ein Zeichen für Menschen – geboren oder ungeboren, jung oder alt, gesund oder krank – deren uneingeschränktes Recht zu leben bedroht ist.

Der Marsch für das Leben ist ein Appell an uns alle: an die Schutzpflicht des Staates, an die Solidarität unserer Gesellschaft und an die Verantwortung jedes Einzelnen, menschliches Leben vom Anfang bis zum Ende zu schützen und aktiv dafür einzustehen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden im Jahr 2017 rund 101.200 Schwangerschaftsabbrüche gemeldet, 2,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Wir dürfen uns niemals an diese unvorstellbar hohe Zahl gewöhnen, sondern müssen Eltern in schwierigen Situationen darin stärken, sich für das Leben eines Kindes zu entscheiden. Der Marsch für das Leben ist für den Gesetzgeber und uns Politiker Erinnerung und Mahnung zugleich, den bestehenden Lebensschutz immer wieder zu hinterfragen und auf neue medizinische Entwicklungen lebensschützend und das Leben fördernd zu reagieren. Das sind in der Regel schwere und kontrovers diskutierte Entscheidungen, die häufig auch im Deutschen Bundestag durch individuelle Erfahrungen und religiöse oder weltanschauliche Prägungen gekennzeichnet sind.

In dieser Legislaturperiode wird sich der Deutsche Bundestag intensiv mit der Frage auseinandersetzen, wie wir mit vorgeburtlichen Bluttests umgehen, die geeignet sind, Behinderungen bei Embryonen festzustellen. Wir können und werden diese Debatte nicht Ärzten und Krankenkassen überlassen. Wir werden in den nächsten Monaten auch intensiv Fragen der Organspende diskutieren mit dem Ziel, die Bereitschaft zur Spende zu erhöhen. Der Auseinandersetzung mit diesen ethischen Fragen wird parlamentarisch breiter Raum und ausreichend Zeit gegeben. Ich bin zuversichtlich, dass es uns auf diesem Wege wie bei der Auseinandersetzung mit Fragen der Sterbehilfe gelingen kann, Lösungen zu finden, die den Lebensschutz verbessern und einen verantwortungsvollen Umgang mit neuen medizinischen Möglichkeiten gewährleisten.

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„Ich danke Ihnen für Ihr über viele Jahre nicht nachlassendes Engagement.“
Deutsche Bischofskonferenz unterstützt den Marsch für das Leben

Zur heutigen Pressemitteilung der Deutschen Bischofskonferenz sagte Alexandra Maria Linder, Vorsitzende des Bundesverbands Lebensrecht, in Berlin: Mit seinem heute veröffentlichen Grußwort unterstützt Reinhard Kardinal Marx im Namen der Deutschen Bischofskonferenz den Marsch für das Leben, der am kommenden Samstag in Berlin stattfindet, und wünscht ihm Gottes Segen. Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die zum Teil lange Wege und viele Anstrengungen auf sich nehmen, um bei der größten Pro-Life-Demonstration in Deutschland öffentlich sichtbar für das Leben einzutreten, ist das eine Bestärkung und Ermutigung.

In Bezug auf die Debatte um das Werbeverbot für Abtreibungen (§ 219 a StGB) betont Kardinal Marx, dass die Tötung ungeborenen menschlichen Lebens keine „normale“ ärztliche Dienstleistung sei. „Es darf nicht verkannt werden, dass der Schwangerschaftsabbruch grundsätzlich mit unserem Werte- und Rechtssystem nicht vereinbar ist“, so der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz weiter.

In seinem Grußwort erwähnt Kardinal Marx auch die von den Kirchen veranstaltete Woche für das Leben, die sich jedes Frühjahr mit wichtigen Themen im Rahmen des Lebensrechts befasst. Wie in den vergangenen Jahren auch, wird der Bundesverband Lebensrecht diese Veranstaltung vor Ort mit einer Fachtagung nach dem offiziellen Eröffnungsgottesdienst unterstützen.

Das vollständige Grußwort von Kardinal Marx können Sie hier nachlesen.

Der Marsch für das Leben beginnt am Samstag, dem 22. September um 13 Uhr mit einer Kundgebung auf dem Washingtonplatz.

„Ich danke Ihnen für diesen Einsatz und für Ihr friedliches Zeichen an diesem Tag.“ Bischof von Limburg unterstützt Marsch für das Leben

Mit Verweis auf die Enzyklika „Laudato sí“ von Papst Franziskus unterstreicht Bischof Dr. Georg Bätzing von Limburg in seinem Grußwort zum Marsch für das Leben an den Bundesverband Lebensrecht die stetige Aktualität des Lebensschutzes, der im christlichen Glauben fest verankert sei.

„Ich ermutige Sie, das Thema Lebensschutz auch weiterhin beharrlich, ruhig, sachlich und friedfertig in die Öffentlichkeit zu tragen. So werden Sie als Partner im gesellschaftlichen Diskurs Anerkennung finden und Leben schützen.“

Das vollständige Grußwort können Sie hier lesen.

In einem Grußwort an den Bundesverband Lebensrecht sendet Bischof Dr. Stefan Oster von Passau seine Segenswünsche zum Marsch für das Leben. Er verweist darin darauf, dass der unbedingte Schutz des menschlichen Lebens ein „zentrales Anliegen“ des christlichen Glaubens sei.

„Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Marsch für das Leben, ich danke Ihnen allen sehr für Ihren offen-sichtlichen Einsatz für den unbedingten Schutz des menschlichen Lebens, für Ihr tatkräftiges Engagement in den verschiedensten Bereichen dieses fundamentalen Anliegens und nicht zuletzt für Ihr persönliches Glaubenszeugnis, das Sie damit ablegen.“

Das vollständige Grußwort können Sie hier nachlesen.

„Dass in Deutschland zusehends weniger transplantiert wird, liegt nicht an der Spenderbereitschaft der Bevölkerung, sondern am Organisationsversagen in den Kliniken.“ Gastbeitrag von Cornelia Kaminski

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