ADF International:eine sehr gute Nachricht kommt aus Norwegen: der oberste Gerichtshof hat entschieden, dass die Gewissensfreiheit der Ärzte zu respektieren ist. Die Kündigung einer Ärztin, die nicht an Abtreibungen mitwirken wollte, wurde als nicht rechtmäßig eingestuft. Dieser Sieg kommt zu einer Zeit, in der in ganz Europa Ärzte unter Druck geraten, weil sie ihr Handeln an ihrem Gewissen ausrichten wollen.

Das Urteil hat daher Signalwirkung nicht nur für Norwegen, sondern für ganz Europa: das wichtige Menschenrecht auf Gewissensfreiheit darf nicht durch nationale Gesetzgebungen ausgehebelt werden.

#gewissensfreiheit #219a

 

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Zu der vieldiskutierten Ansprache von Papst Franziskus über Abtreibung nimmt Christiane Lambrecht, die Landesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben (CDL) in Bayern für die CDL wie folgt Stellung:

„Abtreibung ist wie Auftragsmord! Darf der Papst das sagen? Ein Aufschrei geht durch die Medien – und ich bin dankbar dafür. Denn das kollektive Schweigen zum Thema Abtreibung ist weder für die Frauen im Schwangerschaftskonflikt hilfreich, noch für deren ungeborene Kinder – die ja tatsächlich ohne eine faire Gerichtsverhandlung, ohne Verteidiger und unter enormen Zeitdruck und mangelnder Solidarität in der Gesellschaft durch Beauftragung eines Arztes getötet werden. Bezahlt von unseren Steuern. Das sind die traurigen Fakten. Deswegen leitet Papst Franziskus das Thema auch ein, indem er fragt, ob es gerecht sei jemanden umzubringen, um ein Problem zu lösen. Wohl niemand in der zivilisierten Welt wird Töten als etwas „gerechtes“ sehen. Denn es gibt kein gutes, kein gerechtes Töten.

Darf aber der Papst wirklich sagen, Abtreibung ist wie ein Auftragsmord? Stellt er damit nicht alle Frauen als Mörderinnen hin? Der Katechismus sagt: Abtreibung ist „moralisch verwerflich“, ein „schweres Vergehen“. Papst Franziskus spitzt zu, denn wie man sieht, hören dann die Menschen zu. Immerhin geht es bei Abtreibung um einen Menschen, der ohne Abtreibung leben würde und um eine Frau, die unser aller Hilfe bräuchte statt eine in der Regel kostenfreie Abtreibung.

Wer für Abtreibung ist, schützt nicht die Schwächsten unserer Gesellschaft: Schützt nicht die Frauen in der Not einer ungewollten Schwangerschaft. Er schützt nicht die ungeborenen Kinder, die laut Gesetz aber ihr Lebensrecht haben. Abtreibung ist zudem immer ein mehrdimensionales Drama. Am Ende ist das Kind tot und die Mutter muss ein Leben lang damit zu Recht kommen. Und irgendwie sind wir alle auch dafür verantwortlich.

Bei einer Abtreibung entscheidet sich eine Frau in der hormonell unstabilen Lage der frühen Schwangerschaft gegen ihr Kind. Egal aus welchen Gründen. Ihr fehlt Sicherheit und ein Netz an Mitmenschen, die ihr Mut machen. Ein Schritt, der immer Teil ihrer Lebensgeschichte sein wird und sehr oft tiefe, offene oder verdeckte seelische Wunden hinterlässt.

In Deutschland werden jedes Jahr über 100.000 Abtreibungen gemeldet, etwa jede 5. Schwangerschaft endet vor der Geburt durch Abtreibung des Kindes. Das sind geschätzt 300 Kinder pro Werktag.

Also sagt der Papst nichts anderes, als was Konsens ist. Weltweit. Die Menschenrechte beginnen nämlich im Bauch. In Artikel 3 der UN-Menschenrechtscharta heißt es: Jeder hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person.“ Das Recht auf Leben umfasst also alle Menschen und ist nicht nur ein Privileg derer, die schon geboren sind.

Abtreibung geht uns alle an. Wegschauen macht das nicht besser! Deswegen danke ich Papst Franziskus und schreibe aktuell Kommentare auf facebook – dort gibt es heiße Diskussionen unter den diversen Artikeln. Es ist die DNA von uns Christen, den Schwächsten eine Stimme zu geben und sich für ihr Lebensrecht und Lebensglück einzusetzen. Ein eigenes Kind ist keine Katastrophe, sondern ein Geschenk. Auch wenn es Situationen geben mag, die Frauen zunächst überfordern. Also lasst uns die Gesellschaft ändern, die politischen Rahmenbedingungen für Familien, eine echte Willkommenskultur etablieren. Ich wünsche mir eine Gesellschaft, in der keine schwangere Frau auch nur mit dem Gedanken ernsthaft spielt, ihr Kind töten zu lassen.“

Anbei finden Sie einen Link zum Bild eines Fötus am Ende des dritten Schwangerschaftsmonats (11./12. Woche). Zu diesem Zeitpunkt erfolgen die meisten der über 100.000 gemeldeten Abtreibungen in Deutschland.

Protest für das Leben
Auch Siegener demonstrierten in Berlin

Rund 5.500 Gegner von Abtreibung und aktiver Sterbehilfe haben am vergangenen Samstag beim 14. Berliner „Marsch für das Leben“ demonstriert. Unter ihnen waren Berlins katholischer Erzbischof Heiner Koch und Weihbischof Matthias Heinrich sowie der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer. Erstmals seit Jahren nahm mit Hans-Jürgen Abromeit aus Greifswald ein evangelischer Bischof teil. Auch eine Gruppe aus dem Siegerland war unter den Demonstranten.

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Christen marschieren für das Leben

Schwarzwald-Baar-Kreis. „Menschenwürde ist unantastbar. Ja zu jedem Kind – Selektion und Abtreibung beenden“ hieß das Motto des „14. Marsch für das Leben“, der am Samstag unter Beteiligung regionaler Lebensschützer in Berlin stattfand. Rund 30 Christen um Johannes Hauger von den Christdemokraten für das Leben (CDL) und Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) zeigten neben weiteren 5500 Demonstranten Flagge für das Lebensrecht Ungeborener und alter Menschen. Sie unterstützten damit den Forderungskatalog der überparteilichen und überkonfessionellen Veranstalter vom BVL (Bundesverband Lebensrecht) mit ihrer Vorsitzenden Alexandra Linder: „Mehr Respekt vor dem Grundgesetz, mehr Gesetze, die wirksam dem Leben dienen, mehr Aufklärung, die Frauen und Kinder berücksichtigt, mehr Rechte für Kinder, mehr Solidarität zur Annahme jedes Kindes und mehr Aufmerksamkeit für suizidgefährdete und sterbende Menschen.“

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Auf der Straße für das Lebensrecht Ungeborener

„Jeder Mensch, ob geboren oder ungeboren, hat das Recht auf Leben und Achtung seiner Würde“. Mit dieser Forderung sind am Wochenende rund 5.000 Menschen im Berliner Regierungsviertel auf die Straße gegangen. Sie haben protestiert für den Schutz des ungeborenen Lebens. Bereits zum 14. Mal hatte der Bundesverband „Lebensrecht“ zu dem „Marsch für das Leben“ eingeladen. Erstmals sprach dabei mit Hans-Jürgen Abromeit ein landeskirchlicher Bischof. Er rief dazu auf, Schwangere mehr zu unterstützen, und verwies dabei auf eine Aussage des Apostels Paulus: „Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen“ (Galater 6,2). Der Vorsitzende der katholischen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, hatte ein Grußwort verlesen lassen. Oliver Jeske war für Sie vor Ort dabei.

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Tausende Abtreibungsgegner gehen auf die Straße

Begleitet von Gegenprotesten sind am Samstag in Berlin nach Polizeiangaben rund 5000 Abtreibungsgegner auf die Straße gegangen – Es kam zu mehreren Störungen durch Gegendemonstranten.

Angekündigt waren bei dem „Marsch für das Leben“ rund 7.500 Teilnehmer. Zeitgleich hatten Vertreterinnen der Frauenbewegung, von Parteien und Gewerkschaften zu einem Aktionstag für sexuelle Selbstbestimmung aufgerufen und die Streichung der gegen Abtreibungen gerichteten Paragrafen 218 und 219 des Strafgesetzbuchs gefordert.

In Grußworten für den „Marsch für das Leben“ bezogen Vertreter der katholischen und evangelischen Kirche Stellung gegen Schwangerschaftsabbrüche. „Lebensschutz muss ein Thema unserer ganzen Gesellschaft bleiben“, hieß es in gleichlautenden Grußworten der evangelischen Bischöfe von Sachsen, Carsten Rentzing, und Württemberg, Frank Otfried July. Dabei stünden auch die Kirchen in der Verantwortung, für ein kinderfreundliches Klima in der Gesellschaft zu sorgen.

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Schulterschluss beim „Marsch für das Leben“

Das Thema Abtreibung führt sie zusammen: konservative Christen und Mitglieder der AfD. Den Schwangerschaftsabbruch lehnen sie strikt ab. Seit Jahren gehen die sogenannten Lebensschützer regelmäßig in Berlin auf die Straße – und rufen auch Gegendemonstrationen auf den Plan.

„Keine Tötung auf Verlangen“, „Baby Auslese ist keine Kassenleistung“, „Echte Männer stehen zu ihrem Kind“ oder: „Willkommenskultur auch für Ungeborene“ steht auf ihren grünen Schildern. Mehrere tausend Menschen haben sich zur Kundgebung vor dem Berliner Hauptbahnhof versammelt, lauschen einer christlichen Band.

Ganz vorn in der ersten Reihe wiegt sich Niklas Fischer im Takt der Musik, singt mit, die Augen geschlossen. Kurze Hose, lila Hemd, Gesundheitssandalen, lange Haare, langer Bart – ein sanfter Jesus-Hippie, so der erste Eindruck.

„Ich bin hier, weil ich Kinder total lieb habe und weil ich nicht möchte, dass sie abgetrieben werden und weil ich glaube, dass es nichts anderes ist als Massenmord an Kindern.“

Abtreibung gleich Massenmord – und wer sind dann die Mörder? Die Ärzte und die Frauen natürlich, sagt der junge Mann aus der Nähe von Magdeburg. Er wirkt jetzt plötzlich sehr bestimmt – nichts mehr zu spüren vom sanften Jesus-Hippie. „Ab ins Gefängnis mit den Mördern“, sagt er.

„Ja, ich bin ganz ehrlich der Meinung, ich finde, man sollte es genauso bestrafen wie Mord.“

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„Marsch für das Leben“: Tausende Menschen demonstrierten in Berlin

Mehrere tausend Menschen demonstrierten beim 14. Berliner „Marsch für das Leben“ gegen Abtreibung und aktive Sterbehilfe. Unter den Teilnehmern verschiedener christlicher Konfessionen sind Berlins katholischer Erzbischof Heiner Koch und Weihbischof Matthias Heinrich sowie der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer.

Veranstalter ist der Bundesverband Lebensrecht, ein Zusammenschluss von 14 Lebensschutzorganisationen. Nach dessen Angaben ist der jährliche Marsch die bundesweit größte Demonstration für den Schutz des Lebens.

Bei der Kundgebung zum Auftakt beschlossen die Teilnehmer mit ihrem Applaus eine Reihe von Forderungen an die Politik. So riefen sie dazu auf, das gesetzliche Werbeverbot für Abtreibungen beizubehalten. Mit Blick auf die Beratungsregelung für einen straffreien Schwangerschaftsabbruch wenden sie sich „gegen Scheine, die Abtreibungen legitimieren“. Zudem warnen sie vor einer „Krankenkassenfinanzierung von Bluttests, die ungeborene Kinder selektieren“. Familien, „die sich um Kinder mit Besonderheiten kümmern“, bräuchten mehr Hilfe und Anerkennung. Auch müsse die Palliativmedizin für todkranke Menschen ausgebaut werden, statt „Tötungsmittel zuzulassen“.

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(Quelle mit Foto: KNA)