Ein von der FDP-Fraktion avisierter Antrag mit dem Titel „Technologischen Fortschritt nicht aufhalten – Neue Verfahren in der Gentherapie einsetzen“ (19/5996) steht am 29.11.2018  auf der Tagesordnung des Bundestages. Nach 45-minütiger Debatte soll der derzeit noch nicht vorliegende Antrag zur weiteren Beratung an den federführenden Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung überwiesen werden.

Besonders bemerkenswert ist die Begründung der FDP – da heißt es unter anderem, die Bundesregierung müsse die Chancen vor den Risiken in der Entwicklung der Humangenetik zu sehen. Neue, innovative Technologien in der Gesundheitsforschung sollten in ihren positiven Auswirkungen nicht durch gesetzliche oder staatliche Regulierung eingeschränkt werden.

Das heißt im Klartext: Es weiß zwar noch keiner so genau, was passiert wenn wir die Genschere beim Menschen einsetzen – aber das sollte uns nicht daran hindern, es dennoch zu tun, es könnte ja von Nutzen sein.

Bei Crispr Cas liegen noch nicht mal irgendwelche Ergebnisse aus Langzeitstudien bei Tieren vor. Hier soll nun an Menschen geforscht werden, die dafür niemals ihre Einwilligung geben können, die aber nicht nur selbst damit leben müssen – sondern auch ihre Kinder und Kindeskinder. Und die überhaupt nicht ahnen können, was die genetische Manipulation für sie bedeutet.

Ein Aufschrei gegen diesen Antrag der FDP im deutschen Bundestag wäre wünschenswert. Vor allem nachdem chinesische Forscher nicht davor zurückgeschreckt sind, gentechnisch veränderte Menschen zu produzieren und somit jedem klar geworden ist, wohin die Reise geht.

 

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