Das vermeintliche „Recht“, sein eigenes Kind töten zu dürfen, ist möglicherweise die größte Pervertierung, die man uns Frauen im Namen der Emanzipation nach wie vor versucht zu verkaufen.  Alles sollen wir jetzt selbstbestimmt tun:  Abtreiben und auch durch Euthanasie sterben, dem Tod wird auf breiter Front die Tür geöffnet.
Es ist so gut und wichtig, dass jedes Jahr dieser Marsch wenigstens einmal im Jahr durch Berlin zieht, um klarzustellen: Frauen und Familien haben ein Recht auf Hilfe und Unterstützung, darauf, nicht alleine gelassen zu werden in schweren Entscheidungen, und vor allem haben die Kinder ein Recht auf ein Leben. Dieses Land bringt für jeden Schwerverbrecher mehr Verständnis und Rechte auf als für ein unschuldiges Kind im Mutterbauch. Alle reden von Kinderrechten, bis hin zum Recht der Kinder auf sexuelle Bildung in der Schule, nur das Recht, geboren zu werden, wollen dieselben „Kinderschützer“ ihnen nicht geben. Und man weiß nicht: Verstehen sie es wirklich nicht oder stellen sie sich absichtlich dumm?

Gerade die Corona-Zeiten haben noch einmal so deutlich gezeigt, wie unmenschlich jene agieren, die Abtreibung möglichst legalisieren wollen: Mitten in der Pandemie wurde versucht, die gesetzlich geforderte Beratung für Schwangere in Not abzuschaffen, weil sie angeblich nur Bürokratie und Zwang darstelle. Manche hätten gar gerne die „selbstbestimmte“ Abtreibung alleine mit einer Pille zugelassen. Andere wollen das Töten der Kinder zur normalen medizinischen Dienstleistung erklären und die Grünen in Baden-Württemberg denken laut darüber nach, ob man Ärzte nicht einfach zum Abtreiben zwingen kann. Oh ja, dieser Marsch in Berlin ist im wahrsten Sinne des Wortes und gerade jetzt lebenswichtig! Kommen Sie nach Berlin, es geht uns alle an. Wir sehen uns dort!

Birgit Kelle
Journalistin und Buchautorin