Die orthodoxen Christinnen und Christen in Deutschland begrüßen auch im Jahr 2020 den „Marsch für das Leben“ und sehen sich allen Teilnehmenden von Herzen verbunden. Wie so viele Ereignisse und Veranstaltungen dieses Jahres ist er von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen. Trotzdem ist es gut und richtig, dass er stattfindet, da er uns zu den grundsätzlichen Fragen unseres Menschenbildes hinführt. Die fundamentale Bedeutung der Gottebenbildlichkeit des Menschen, die der jüdisch-christlichen Tradition zugrunde liegt, wird uns an diesem Tag in Erinnerung gerufen, und wir machen sie buchstäblich manifest, wenn wir an diesem Tag unsere Häuser und Kirchengebäude verlassen und uns gemeinsam auf den Weg machen. Dazu schenke Gott Seinen reichen Segen.

+ Metropolit Augoustinos von Deutschland
Vorsitzender der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland (OBKD)