(MdEP a.D., Präsident der Paneuropa-Union Deutschland e.V.)

Sehr verehrte, liebe Frau Linder,

liebe Freunde,

mit dem „Marsch für das Leben“ und der vorangehenden Fachtagung zum Thema „Kultur des Lebens – Ideal und Wirklichkeit“ treffen Sie unser gemeinsames Anliegen auf den Punkt genau. Der Mensch als ein Geschöpf und Ebenbild Gottes hat ein unantastbares Lebensrecht von der Zeugung bis zum natürlichen Tod. Ohne diesen menschenrechtlichen Kern wird es auf Dauer keine gesunde und humane Welt, kein demokratisches Europa und keine freiheitliche Gesellschaft geben.

Deshalb ist das, was Sie mit dem Marsch für das Leben in Berlin zum Ausdruck bringen, ein Dienst an allen, auch an jenen, die mit Unverständnis oder sogar aggressiver Ablehnung reagieren. Wenn die Menschenwürde ausgehöhlt wird, indem man Ungeborene, Alte, Kranke, Schwache, Behinderte oder Sterbende zu Menschen zweiter Klasse degradiert oder gar tötet, führt dies zu einer menschlichen Klimakatastrophe, die wir genauso wenig brauchen können wie eine ökologische.

Ihr Einsatz öffnet die Chance für eine Zivilisation der Liebe, die allein der Menschheit das Überleben sichern kann. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen als Mitstreiter, als Mitglied des Parteivorstandes der CSU und als Präsident der Paneuropa-Union Deutschland einen erfolgreichen Verlauf des Berlin-Wochenendes und darüber hinaus unserer gemeinsamen Sache viel Erfolg und Gottes Segen.

In herzlicher Verbundenheit

Ihr Bernd Posselt, MdEP a.D.

(Vorsitzende des Organisationskomitees des Marsch fürs Leben Österreich)

Hier klicken: Grußwort Valerie

Sehr geehrte Frau Lindner,
liebe Mitstreiter für das Lebensrecht,

sehr gerne hätte ich an Ihrer Fachtagung teilgenommen und mit Ihnen über „Kultur des Lebens? Ideal und Wirklichkeit“ reflektiert. Leider kann ich aufgrund anderweitiger Verpflichtungen an diesem Wochenende nicht bei Ihnen sein und so auch nicht am Marsch für das Leben teilnehmen. Dafür bitte ich um Verständnis.

Kinderlosigkeit gilt heute oft als Krankheit, die künstliche Befruchtung als deren Therapie. Molekularbiologisch ist vieles möglich. Molekularbiologische Instrumente, mit denen das Genom von Lebewesen gezielt verändert werden kann, entwickeln sich rasant. Die Tendenz zu einer aktiven Vorselektion menschlichen Lebens ist unübersehbar.

Dieses Szenario ist mit der Achtung vor der unantastbaren Würde des Menschen für mich nicht vereinbar. Die menschliche Fortpflanzung ist mehr als ein technisches Verfahren und ein Kind ist mehr als das Produkt dieser Fortpflanzung. Es hat von Anfang an eigene Rechte, sehr schnell auch einen eigenen Willen und Bedürfnisse. So ist ein Kind auch mehr als nur das Resultat einer Willensentscheidung seiner Eltern und eines Reproduktionsmediziners.

Leider wird es immer wichtiger, sich dafür einzusetzen, dass der Mensch nicht auf seine natürliche Ausstattung, auf seine physische Existenz, reduziert wird. Nicht nur Selbstachtung, sondern auch Achtung des andern sind Grundprinzipien unseres Menschenbilds und unserer Rechtskultur. Der Grundsatz der unantastbaren Menschenwürde verpflichtet dazu, keinerlei menschliches Leben zu instrumentalisieren und als Mittel zu fremden Zwecken zu benutzen. Wir alle haben den Auftrag, das ungeborene menschliche Leben zu achten und zu schützen. Dabei gilt es, den Hinweis auf die Unverfügbarkeit anderen menschlichen Lebens auch im vorgeburtlichen Stadium zu verstärken und immer wieder von der Achtung des Lebens, auch des ungeborenen Lebens, und von der Würde der Person, zu reden. Deshalb ist es wichtig, dass auch Sie sich öffentlich für das Lebensrecht jedes Menschen von der Zeugung bis zum natürlichen Tod engagieren. Dafür danke ich Ihnen herzlich.

Da ich nicht persönlich am Marsch für das Leben teilnehmen kann, wünsche ich Ihnen eine große Beteiligung und viel Erfolg.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre
Sylvia Pantel, MdB

Hier klicken: Grußwort Sylvia Pantel MdB

Grußwort 
von Kardinal Reinhard Marx,
Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz,

zum „Marsch für das Leben“
am 21. September 2019 in Berlin

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit vielen Jahren verleihen Sie in Berlin öffentlich der Überzeugung Ausdruck, dass die Würde des Menschen unantastbar ist. Dies ist besonders dann zu betonen, wenn das Lebensrecht eines ungeborenen oder schwerkranken Menschen in Frage gestellt wird. Für Ihren beharrlichen Einsatz danke ich Ihnen herzlich.

Das Leben ist eine wertvolle Gabe Gottes, die es bis zuletzt anzuerkennen gilt. Dieser Glaube bewegt uns, solidarisch füreinander Sorge zu tragen. Er muss aus christlicher Sicht auch Grundlage aller politischen Debatten und wissenschaftlichen Forschungen sein. Denn er bewahrt uns davor, schwachen, zerbrechlichen Menschen ihren Lebenswert abzusprechen. Papst Franziskus hat zuletzt im Mai dieses Jahres eindringlich daran erinnert, dass kein menschliches Wesen jemals unvereinbar mit dem Leben sein könne, weder aufgrund seines Alters, seines Gesundheitszustands noch aufgrund seiner Eigenschaften. „Jedes Kind, das sich im Schoß einer Frau ankündigt, ist ein Geschenk, das die Geschichte einer Familie verändert. … Und dieses Kind muss angenommen und geliebt werden und Fürsorge erhalten. Immer!“ (Ansprache des Heiligen Vaters beim internationalen Kongress „Yes to Life“ am 25. Mai 2019 in Rom).

Auch wenn Menschen im Sterben liegen, ist es wichtig, dass wir sie fürsorglich in all ihren Bedürfnissen begleiten. In den gegenwärtigen Herausforderungen – ich denke etwa an die erneute Debatte um den assistierten Suizid – kommt es darauf an, noch konsequenter als bisher eine palliative Kultur des Lebens zu entwickeln. Die Deutsche Bischofskonferenz und die Evangelische Kirche in Deutschland werden deshalb in ihrer nächsten Woche für das Leben, die vom 25. April bis 2. Mai 2020 stattfindet, die christliche Sorge um die Sterbenden in den Vordergrund stellen und so für den Schutz des menschlichen Lebens eintreten.

Dem Marsch für das Leben am 21. September 2019 in Berlin wünsche ich Gottes Segen.

Reinhard Kardinal Marx
Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz

18.09.2019: Grußwort von Kardinal Reinhard Marx, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, zum „Marsch für das Leben“ am 21. September 2019 in Berlin

Seit zehn Jahren findet in Danzig der Marsch für das Leben und Familie statt. 

Hier, wo vor 80 Jahren auf der Halbinsel Westerplatte der Zweite Weltkrieg begann und in der nahgelegenen Werft im Jahre 1980 eine unabhängige Gewerkschaft Solidarność entstand, wollen wir die Würde des menschlichen Lebens verkünden. Wir wollen allen Polen und der Welt zeigen: Unsere Stadt ist Pro-Life!

Johannes Paul II. lehrte uns in Danzig: Jeder von uns hat sein eigenes Westerplatte und ein Maß an Aufgaben, derer er sich annehmen und die er erfüllen soll. Eine gerechte Sache, für die man kämpft. Eine Pflicht, vor der man nicht ausweichen kann. 

Mit großer Freude schicken wir Euch und Deutschland diese Grüße. Eure Aktivitäten geben auch uns Hoffnung. In diesem gemeinsamen Kampf um eine gerechte Sache, nämlich das Leben, sind wir bei Euch. Wir wünschen Euch und uns eine Welt voller Wertschätzung für die Schönheit der Schöpfung. 

Die Organisatoren des Marsches für das Leben und Familie in Danzig 2019.

Journalistin und Buchautorin

Hier klicken: Grußwort Birgit Kelle 

Bundesvorsitzender der WerteUnion

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Frau Linder,
liebe Freunde des Lebens,

da wir heute in Erfurt zu einer wichtigen Bundesvorstandssitzung zusammenkommen, ist mir leider verwehrt, bei Ihnen zu sein. Gerne hätte ich mich, zusammen mit weiteren engagierten Mitgliedern des Bundesvorstands der WerteUnion, an Ihrem Marsch für das Leben beteiligt.

Christliche Demokraten stehen immer an der Seite des Lebens. „Die unantastbare Würde des Menschen als Geschöpf Gottes ist menschlicher Verfügung nicht zugänglich und ist zu schützen“, heißt es im Grundsatzprogramm der CDU. Für uns in der WerteUnion ist diese Aussage Verpflichtung, jederzeit für das menschliche Recht auf Leben einzutreten, auch das ungeborene Leben zu schützen und uns für eine Kultur des Lebens in all seinen Phasen einzusetzen. Leben ist ein kostbares Geschenk. Wir müssen Frauen und Männer jeden Tag ermuntern und ihnen dabei helfen, sich für das Leben zu entscheiden. Wir wollen nicht zuletzt auch das Leben in seiner natürlichen, gottgegebenen Form schützen und setzen uns daher ebenso für ein Ende der unwissenschaftlichen Kinderverwirrungspolitik namens Gender Mainstreaming ein.

Heute aber sind Sie es, die ein deutliches Zeichen zum Schutz des menschlichen Lebens setzen. Im Namen der WerteUnion danke ich Ihnen für Ihr mutiges Engagement und wünsche Ihnen für Ihren wichtigen und verdienstvollen Einsatz alles Gute, viel Erfolg und Gottes Segen.

Ihr Alexander Mitsch
Bundesvorsitzender der WerteUnion
www.werteunion.info

 

Alexander Mitsch
Bundesvorsitzender der WerteUnion