Ich begrüße es, dass der „Marsch für das Leben“ sich jedes Jahr für diese Grundüberzeugung einsetzt und mit seiner Demonstration sichtbar macht, was auch unsere Bundeskanzlerin betont hat: „Und wir sind eine Gemeinschaft, in der jedes Leben und jeder Mensch zählt.“

Stephan Burger
Erzbischof von Freiburg

Das vollständige Grußwort finden Sie hier: Grußwort Erzbischof Stephan Burger

„Wir alle sehen, wie der fundamentale Wert des Lebens oftmals anderen Interessen untergeordnet wird. Wird das Recht auf geborenes oder ungeborenes Leben aber zur Disposition gestellt, dann verzerrt es unser Bild vom Menschen. Denn jedes Kind will leben. Es ist mit seiner verwundbaren Existenz unserer Fürsorge und Verantwortung besonders anvertraut. Diese schlichte Wahrheit gilt es in unserer Gesellschaft und Rechtsordnung immer wieder neu bewusst zu machen. Denn eine „Kultur des Lebens“ gelingt nur im Für- und Miteinander, nicht durch Ausgrenzung und Entwertung des Lebens, sondern durch Hochachtung, Respekt und gegenseitige Hilfe.“

Hans-Josef Becker
Erzbischof von Paderborn

Das vollständige Grußwort finden Sie hier: Grußwort Erzbischof Hans-Josef Becker

In den letzten Jahren wird unserer Gesellschaft immer bewusster, dass wir Menschen verschieden sind – jeden gibt’s nur einmal. Wir sind unverwechselbar, einzigartig, lauter Unikate. Es gibt also viele gute Gründe, das Leben zu feiern! Menschen mit Würde und Respekt zu betrachten. Und sie auch dann willkommen zu heißen, wenn sie womöglich ganz anders sind, zum Beispiel mit einem extra Chromosom auf die Welt kommen.

Ich habe gemerkt, dass Menschen mit Behinderung uns etwas zu sagen und zu geben haben:

  • Sie erinnern uns daran, dass jeder Mensch einzigartig ist
  • Sie zeigen uns, dass der Wert eines Menschen nichts mit seiner Leistungsfähigkeit zu tun hat
  • Sie lassen uns erkennen, dass das Leben erfüllt sein kann – auch wenn es manchmal anders kommt als geplant
  • Sie helfen uns, mit dem Herzen zu sehen: anderen Menschen unvoreingenommen und echt zu begegnen

Gut, dass der Marsch für das Leben uns dazu aufruft, nicht zu vergessen: Jeder Mensch ist einzigartig!

David Neufeld
Verleger des Neufeld Verlages und Vater von zwei Söhnen mit Down-Syndrom

Menschliches Leben ist nicht in unserer Verfügung, weil es Gottes Schöpfungswunderwerk ist. Es ist zu schützen, es ist „unantastbar“ (GG, Art. 1), vom allerersten Moment der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle an.

Die Selbstbestimmung des Menschen hat immer dann eine deutliche Grenze, wenn sie in das Lebensrecht eines anderen Menschen eingreift.

Der Ehrfurcht vor Gott, dem Schöpfer, sollte unsere Achtung vor dem Mitmenschen entsprechen. Den Schwachen zu helfen und in Not geratene Menschen zu unterstützen und für sie einzutreten, das sollte zum ABC jedes Christen gehören.

Dies gilt für ungeborenes, wie für alt und schwach gewordenes Leben, dies gilt für Leben mit Behinderungen und für verfolgte Menschen und dies gilt auch für in unser Land geflüchtete Menschen, die angesichts des Terrors des Krieges oder unmenschlicher Gefahren für Leib und Leben hier Zuflucht suchen. Die Ehrfurcht vor dem Leben und der Schutz des Lebens sind nicht teilbar.

Sprüche Salomos 14,31 Wer die Schwachen unterdrückt, beleidigt ihren Schöpfer. Wer Hilflosen beisteht, ehrt Gott. Dies beginnt mit dem Schutz des ungeborenen Lebens und findet seine Fortsetzung in einer kinderfreundlichen Familienpolitik. Wir alle sollten schließlich für ein gesamtgesellschaftliches Klima eintreten, in dem Kinder, behinderte Menschen und alt und schwach gewordene Menschen willkommen sind.

Ekkehart Vetter (Mülheim an der Ruhr)

  • Erster Vorsitzender der Evangelischen Allianz in Deutschland
  • Präses des Mülheimer Verband Freikirchlich-Evangelischer Gemeinden

Der Marsch für das Leben ist ein starkes Signal für das Leben, für das werdende im MuEerleib, das sich nicht äußern kann und für das im Alter, dessen SelbstbesTmmung immer mehr in Frage gestellt wird. Wir danken allen, die sich mit großer Liebe und LeidenschaU Jahr für Jahr treu in Berlin dabei sind und auf der Straße bewusst machen, um welche unverzichtbaren Werte es geht. Möge der 19. September 2020 unter dem besonderen Schutz und Segen GoEes stehen! Für das Leben und für die Menschen, die Hilfen für sich und ihre Entscheidungen brauchen!

Thomas Weigel
Generalsekretär netzwerk-m e.V.

Die orthodoxen Christinnen und Christen in Deutschland begrüßen auch im Jahr 2020 den „Marsch für das Leben“ und sehen sich allen Teilnehmenden von Herzen verbunden. Wie so viele Ereignisse und Veranstaltungen dieses Jahres ist er von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen. Trotzdem ist es gut und richtig, dass er stattfindet, da er uns zu den grundsätzlichen Fragen unseres Menschenbildes hinführt. Die fundamentale Bedeutung der Gottebenbildlichkeit des Menschen, die der jüdisch-christlichen Tradition zugrunde liegt, wird uns an diesem Tag in Erinnerung gerufen, und wir machen sie buchstäblich manifest, wenn wir an diesem Tag unsere Häuser und Kirchengebäude verlassen und uns gemeinsam auf den Weg machen. Dazu schenke Gott Seinen reichen Segen.

+ Metropolit Augoustinos von Deutschland
Vorsitzender der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland (OBKD)

Grußwort für den „Marsch für das Leben“ am 19. September 2020 in Berlin

Ich hoffe und bete, dass der Marsch für das Leben ein neuer Weckruf für viele Menschen in Deutschland wird. Wie bei den ungeborenen Kindern erleben wir heute auch im Blick auf das Lebensende die verheerenden Folgen, wenn Menschen sich selbst für das Maß aller Dinge halten.

Das Bundesverfassungsgericht hat in diesem Jahr die Regierung verpflichtet, dafür zu sorgen, dass jedem Bürger hinreichend Raum zur Entfaltung und Umsetzung seines Rechtes auf Selbsttötung gegeben wird. Als ob das nicht schlimm genug wäre, behauptet seit einiger Zeit der Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche von Hannover, der größten evangelischen Landeskirche, dass theologisch gesehen jeder Mensch ein Recht auf Selbsttötung habe.

Die Väter und Mütter unseres Grundgesetzes hatten erlebt, dass Massenmord und Zerstörung die Folgen sind, wenn der Mensch sich selbst für das Maß aller Dinge hält. Sie haben darum an den Anfang der Präambel des Grundgesetzes geschrieben „In Verantwortung vor Gott und den Menschen…“.

Gegen den Wahn menschlicher Vermessenheit schützt uns nur der Glaube an den lebendigen Gott. Er hat sich in Jesus Christus aller Welt bekanntgemacht. Er ist die Quelle und der Garant der Menschenfreundlichkeit.

Ulrich Parzany, Pfarrer i.R.
Vorsitzender des Netzwerks Bibel und Bekenntnis

„Nahe scheint es hier zu liegen, alles menschlich Machbare in Erwägung zu ziehen, um auch diese Lebensbereiche selbst in die Hand zu nehmen – auch wenn das heißt, Leben zu beenden. Aus unserer christlichen Überzeugung sehen wir hier eine klare Grenze: Das Recht auf Selbstbestimmung hört dort auf, wo der Wert des Lebens verletzt wird.“

Tobias Bilz
Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens

Heinrich Timmerevers
Bischof von Dresden-Meißen

Das vollständige Grußwort finden Sie hier: Ökumenisches Grußwort Landesbischof Bilz und Bischof Timmerevers

„Sie helfen mit Ihrem Marsch, dass der Schutz des Menschen an seinem Anfang und an seinem Ende nicht von der politischen und gesellschaftlichen Tagesordnung verschwindet.“

Dr. Stefan Heße
Erzbischof von Hamburg

Das vollständige Grußwort finden Sie hier: Grußwort Erzbischof Dr. Stefan Heße