Kommentar von Alexandra Linder zum heutigen Welt-Down-Syndrom-Tag

Rücksicht nehmen, an andere denken, selbstlos handeln, für das Leben anderer auf vieles verzichten – das ist das Gebot der Stunde, um die Ausbreitung der COVID-19-Erkrankung möglichst zu verlangsamen, und daran sollten wir uns alle halten.

Heute ist Welt-Down-Syndrom-Tag. Auch dieser Tag will an Menschen denken, die besondere Unterstützung und Rücksicht brauchen, sowohl persönlich als auch gesellschaftlich. Wenn wir all die jetzt von uns geforderten Verhaltensweisen auf diese Menschen übertragen, würde das für Menschen mit Down-Syndrom und ihre Familien bedeuten: keine pränatalen Bluttests mit Abtreibung als Folge, weil auch diese Kinder willkommen sind; keine Probleme für die Familien, die solche Kinder großziehen, weil alle helfen; weitestmögliche Integration in normales berufliches Leben, weil nicht nur Bilanzen und Schnelligkeit zählen.

Momentan verzichten alle auf vieles, um für jedes Leben, jeden Menschen zu kämpfen, der sonst möglicherweise an der Pandemie sterben könnte. Wenn wir dauerhaft auf weniges verzichten, das Prinzip der Selbstlosigkeit in unseren Familien und darüber hinaus weiter stärken und um jedes Leben kämpfen wollen, wird das in vielen Bereichen positive Auswirkungen haben und vielen Menschen helfen – zum Beispiel Müttern im Schwangerschaftskonflikt und ihren Kindern, Menschen am Ende ihres Lebens oder Menschen mit Besonderheiten wie dem Down-Syndrom.