Wissenschaftliche Studien untersuchen, wie sinnvoll oder bedenklich Behandlungen und Präparate für die Anwenderinnen und Anwender sind. Das Ergebnis soll dazu dienen, die Aufklärung und Behandlung zu verbessern und Risiken zu mindern.

Erstaunlicherweise wehren sich gerade diejenigen, die angeblich für Frauengesundheit und Selbstbestimmung eintreten, gegen eine Studie, die angesichts der Ergebnisse in anderen Ländern und angesichts der vielfachen Beratungs- und Gesprächs-Erfahrungen auch bei uns dringend notwendig ist, um Frauen vor Schaden zu bewahren.

Studien aus anderen Staaten ergeben unter anderem folgendes:

2011, Coleman (USA): Frauen nach einer Abtreibung haben ein 81 % höheres Risiko für psychische Probleme, darunter ein 37 % höheres Risiko für Depressionen, die häufigste Erkrankung in Deutschland bei Frauen – 11,3 % der Frauen in Deutschland (laut AOK) leiden darunter. Es wäre also eine große Hilfe, durch eine Studie festzustellen, ob ein Teil davon mit Abtreibung zu tun hat. Denn wenn die Ursache nicht erkannt wird, kann man den Patientinnen nicht wirksam helfen. Den Betroffenen aus ideologischen Gründen diese Hilfsmöglichkeit zu verweigern, ist zynisch.

2007, Suliman et al. (Südafrika): Fast ein Fünftel der Frauen, die abgetrieben hatten, zeigten Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung. Ähnliche Ergebnisse zeigen die Studien von Barnard (1990) und Rue et al. (2004).

2002, Burke & Reardon (USA): 39 % der Probandinnen berichteten über nach ihrer Abtreibung erstmalig beginnende Essstörungen.

1997, Ney (Kanada): Bis zu 80 % aller Paare trennen sich nach einer Abtreibung.

2005, Gissler (Finnland): Die Selbsttötungsrate bei Frauen nach Abtreibung ist sechsmal höher als bei Frauen, die ihr Kind zur Welt gebracht haben.

Zahlreiche weitere Studien aus verschiedenen Staaten erweitern und bestätigen diesen Katalog an möglichen Folgen für Frauen und Familien nach Abtreibung. Die Behauptung, die diagnostizierten Schwierigkeiten hätten diese Frauen bereits vor der Abtreibung gehabt oder die Frauen würden stigmatisiert und daher solche Symptome entwickeln, ist unwissenschaftlich. Und sollten bereits bestehende Schwierigkeiten sich nach einer Abtreibung ganz offensichtlich verschlimmern, muss man auch das den Frauen sagen und dürfte ihnen für ihre eigene Gesundheit eigentlich keine Abtreibung zumuten.

Die ALfA unterstützt das Vorhaben einer seriösen Studie, damit den betroffenen Frauen geholfen werden kann und damit Frauen zukünftig noch besser aufgeklärt werden.

Die Aktion Lebensrecht für Alle e.V. (ALfA) tritt für das uneingeschränkte Lebensrecht jedes Menschen ein – ob vor oder nach der Geburt, behindert oder nicht, krank oder gesund, alt oder jung.
Die ALfA hat mehr als 11.000 Mitglieder und ist Mitglied im Bundesverband Lebensrecht (BVL).

V.i.S.d.P.:
Alexandra Maria Linder M.A.
Bundesvorsitzende der Aktion Lebensrecht für Alle, ALfA e.V.
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