In einer Rede vor dem Bundestag (http://www.cornelia-moehring.de/fuer-das-leben-koerperliche-und-sexuelle-selbstbestimmung-sichern/) und in einem Zeitungsinterview (Linken-Politikerin über Selbstbestimmung: „Die Austragungspflicht muss weg“ – taz.de) warf die Abgeordnete Cornelia Möhring von der Partei Die Linke den „selbsternannten“ Lebensschützern vor, sie wollten die Kontrolle über schwangere Frauen, aber Kinder, die unter unwürdigen Umständen leben müssten oder von Ratten angefressen würden, seien ihnen egal. Paradoxerweise und entgegen neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen nennt Die Linke ihren Antrag zur Freigabe der vorgeburtlichen Kindstötung „Für das Leben“. Dazu ein offener Brief an die Abgeordnete.

 

Sehr geehrte Frau Möhring,

in dem Antrag Ihrer Bundestagsfraktion, zu dem Sie in der ersten Lesung gesprochen haben, finden sich einige gute Ansätze, bei denen wir uns einig sind: Mehr Hilfe für Familien und keine Zwangssterilisation von Menschen mit Behinderung zum Beispiel.

Sie kennen mich nicht und haben mit Sicherheit noch niemals mit Vertreterinnen oder Vertretern der seriösen Lebensrechtsbewegung in Deutschland gesprochen. Mir und uns vorzuwerfen, uns seien Kinder egal, die von Ratten angefressen werden, ist böswillige, billige Verleumdung, um einen Ruch von Rechtsextremismus oder Ausländerfeindlichkeit in unsere Reihen zu bringen, der definitiv nicht vorhanden ist, schon allein, weil beides unseren ethischen Grundsätzen diametral widerspricht.

Es ehrt uns, dass Sie uns vom Grunde her offenbar zutrauen, die ganze Welt retten zu können. Aber jede Bewegung konzentriert sich auf bestimmte Bereiche, wir konzentrieren uns auf die sensiblen Randbereiche des Lebens, wo Menschen zu Beginn oder am Ende ihres Lebens besonders vulnerabel sind und besonderen Schutz brauchen, wie es in unserer Verfassung steht. Ich bin überrascht, dass Sie als Abgeordnete, von der man ein gewisses Niveau erwarten kann, eine derartige Polemik und Unsachlichkeit nötig haben.

Ich verwahre mich ausdrücklich gegen die Diffamierung von Millionen von Menschen, denen eine konsequente Umsetzung des Grundgesetzes und der Grundrechte wichtig ist und die sich für Menschen in Schwangerschaftskonfliktsituationen einsetzen. Unsere Vereine, die in diesem Bereich tätig sind, beraten und helfen ohne Unterschied. Wir haben schon afghanische Mütter vor ihrer mordwütigen Verwandtschaft in Sicherheit gebracht, illegal in Deutschland arbeitende schwangere Kindermädchen aus Madagaskar medizinisch versorgen lassen und lange weiter begleitet, Mehrfachmütter aus Uganda unterstützt, chinesischen Eltern ohne Krankenversicherung geholfen und so weiter und so fort. Wir tun das Gegenteil von dem, was Sie uns vorwerfen: Unsere Mitglieder kümmern sich um ALLE Menschen, die in solchen Konfliktlagen sind.

Der Bundesverband Lebensrecht ist überparteilich und an kein religiöses Bekenntnis gebunden. Als Vorsitzende des Verbandes vertrete ich zur Zeit über 20.000 direkte Mitglieder, etwa 300.000 weitere direkte Unterstützer und insgesamt die Haltung von Millionen Bewohnern dieses Staates.

Es könnte der Sache sehr dienlich sein, wenn wir uns persönlich austauschen. Dazu freue ich mich über Terminvorschläge von Ihrer Seite.

Mit freundlichen Grüßen,

Alexandra Maria Linder M.A.

Vorsitzende

Bundesverband Lebensrecht e.V.
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